TSV Wartenberg – FC Lengdorf 0:1

Lengdorf weiter in der Erfolgsspur

(m.h.) Nachdem man Eichenried durch das Unentschieden in der Vorwoche auf Abstand halten konnte, konnte auch das zweite Topspiel in Folge durch den 0:1 Auswärtserfolg in Wartenberg erfolgreich gestaltet werden.

In einem sehr vom Kampf beider Mannschaften geprägten Spiel konnte Manuel Gröber – der durch seine Hochzeit in der Vorwoche scheinbar seine Kaltschnäuzigkeit wiedergefunden hat – nach einem Ballverlust von Wartenbergs Keeper im eigenen Strafraum schon früh (8. Spielminute) den einzigen Treffer des Spiels erzielen. Der zweite Erfolgsgarant der Partie war wieder einmal das geschlossene Defensivverhalten des Teams, wodurch gegen die äußerst starke Offensive der Wartenberger (bereits 36 Treffer) nur 3 wirkliche Torchancen zugelassen wurden. Und da zu einer stabilen Abwehr auch noch ein Torhüter gehört, hat Florian Leininger einfach die sich bietenden Chancen der Wartenberger humorlos zunichte gemacht. Im 11. Spiel konnte damit schon das 9. Mal die Null gehalten werden und man steht bei derzeit nur 3 Gegentoren. Internen, unbestätigten Recherchen zufolge, liegt man mit dieser Quote ligenübergreifend ganz vorne. Und Gerüchten nach soll nun aufgrund der steigenden Nachfrage nach Abwehrschnäpsen auch noch der Rüscherlpreis im Sportheim deutlich erhöht werden. Da Lengdorf sich in den ersten Minuten das Spiel durch Ungenauigkeiten zunächst selbst schwer machte, drängten die Wartenberger Mannen auf das Tor von Leininger, ohne aber wirklich gefährlich zu werden. Danach wachte Lengdorf auf und übernahm die Kontrolle über das Spielgerät und den Rhythmus der Partie. Nach 5 Minuten klärte Wartenbergs Keeper Lopez-Marco eine Lechner-Ecke nach erster Unsicherheit in der Strafraumbeherrschung doch noch gut an die Latte und verhinderte somit zunächst noch die Lengdorfer Führung. Nur drei Minuten später versuchte er allerdings nach einem Rückpass den schnell heran eilenden Manu Gröber auszuspielen. Dies gelang ihm jedoch nicht, Gröber luchste ihm den Ball ab und der musste nur noch einschieben (8.). Im Laufe der ersten Halbzeit entwickelte sich eine offene Partie mit mehr Ballbesitz für Lengdorf, aber gefährlichen Aktionen auf beiden Seiten. Nach 20 Minuten musste Leininger erstmals seine Klasse zeigen als Reischl nach starkem Zuspiel in die Spitze alleine auf ihn zulief, den Ball aber nicht am Keeper vorbeibrachte. Ein Schuss von Taffertshofer nach einer Ecke aus spitzen Winkel wurde nicht wirklich gefährlich. Kurz vor der Halbzeit suchten die Gäste nochmal die Offensive und wären zweimal beinahe zum zweiten Treffer gekommen. Zunächst brach Heilmeier Berne dynamisch im gegnerischen Strafraum gegen zwei Gegenspieler durch, setzte seinen Schuss aus 11 Meter aber rechts hoch neben das Tor (40.). Wenige Minuten vor Ende der 50 Minuten dauernden ersten Hälfte wurde es dann kurios. Eine weite Gröberflanke von links wollte Wartenbergs Verteidiger Rilke vor dem einschussbereiten Lechner klären und machte dies entweder mit viel Glück oder enormer Raffinesse. Er nahm den Ball mit voller Wucht volley, drosch diesen gegen den eigenen Pfosten, von dem aus dieser zu einem Mitspieler sprang und direkt einen Gegenzug einleitete, der dann nichts einbrachte. Nach einem Wartenberger Fehlpass in die Beine von Lechner, konnte Gröber auf links freigespielt werden, wurde aber zu weit nach links abgedrängt und verfehlte beim Abschluss das Tor.

Die zweite Spielhälfte begann wie die erste endete. Lengdorf machte Druck und kam schnell zur ersten guten Torchance. Heilmeier nutzte einen zu kurz geklärten Flankenball in den Strafraum, doch der Keeper parierte den Ball zur Ecke. Die Lengdorfer Überlegenheit nahm dann ein abruptes Ende, als Heilmeier sich nach einem vom schwachen Schiedsrichter ungeahndeten Foul mit einem Rempler am Gegenspieler revanchierte. Heilmeier, der kurz zuvor verwarnt wurde, wurde für sein Vergehen zwar zu Recht vom Platz gestellt, aber dennoch hatte die Situation gleich einen doppelten Beigeschmack. Hätte der Schiedsrichter das vorige Foul gepfiffen, wäre es erst gar nicht so weit gekommen und zusätzlich hat sich die Szene im Rücken von ihm abgespielt und er hat Heilmeier nur auf Verdacht des Feldes verwiesen (54.). Die Spielfortführung mit Schiedsrichterball sei in diesem Zuge erwähnt. Lengdorf verlor daraufhin die Kontrolle über das Spiel und Wartenberg drängte auf den Ausgleich. Im Vergleich zur ersten Hälfte ergab sich daraus eine Art Rollentausch, da Wartenberg das Spiel machte und Lengdorf auf Konterchancen über die schnelle Gröber, Spielberger und Köpernik lauerten. Einen Bärendienst erwies dann Wartenbergs Keeper Adrian Lopez-Marco seinem Team in der 61. Minute. Erneut versuchte er, Manu Gröber als letzter Mann auszuspielen, schoss diesen aber lediglich an, woraufhin er das Gegentor nur durch eine Notbremse außerhalb des Strafraums verhindern konnte. Zurück bei der nummerischen Gleichzahl kam Wartenberg dennoch zu einer guten Doppelchance, als Leininger zunächst im 1 gegen 1 stark pariert und auch noch den strammen Nachschuss aus der Ecke tauchte. Eine weitere Möglichkeit zum Ausgleich vergab die Heimelf, als sie einen Gewaltschuss aus 30 Metern an den rechten Außenpfosten setzten. Es wäre ein Treffer der Marke „Tor des Monats“ gewesen. Lengdorf hingegen hatte genügend Möglichkeiten für gute Konter, spielte diese aber nicht konsequent genug zu Ende, um das Spiel endgültig zu entscheiden. So musste bis zum Ende gekämpft werden. Da die Wartenberger aber nicht mehr das nötige Quäntchen Glück und vielleicht auch nicht mehr die Kraft für das Herausspielen weiterer klarer Chancen hatten, stand Lengdorf nach dem Ende der 7-minütigen Nachspielzeit nicht unverdient als Sieger da.

Durch diesen Sieg sowie das Unentschieden von Eichenried in Wörth konnte man sich dadurch auf 8 (Wartenberg) bzw. 5 Punkte (Eichenried) von den Verfolgern absetzen. Wichtig wird nun sein, dass das Team nach den erfolgreichen Topspielwochen auch in der kommenden Woche gegen den Absteiger aus Wörth, die sich nach verhaltenem Start immer besser in der Liga zurechtfinden, ebenfalls konzentriert und motiviert auftritt. Personell wird sich die Situation wohl noch nicht entspannen, da voraussichtlich auch Max Schöberl aus Arbeitsgründen nicht verfügbar sein wird.

Aufstellung:

Florian Leininger, Michael Mittermaier, Max Schöberl, Alex Reger (33. Markus Köpernik), Bernhard Heilmeier, Simon Wiethaus, Martin Lechner, Flo Spielberger, Mathias Holzner (37. Markus Strohmeier), Stefan Hitzlsperger, Manuel Gröber

Weiterer Kader: Thomas Lechner, Flo Thieme

Tore:

0:1 Manu Gröber (8.)

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